Lexikon · Kaufnebenkosten
Kaufnebenkosten – Definition und Beispiel aus Köln
Kaufnebenkosten sind alle Kosten, die beim Immobilienkauf zusätzlich zum Kaufpreis anfallen: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und ggf. Makler.
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Von Erten Dörter · Stand: Oktober 2026 · Lexikon A–Z
Kurzdefinition
Kaufnebenkosten sind alle Kosten, die beim Kauf einer Immobilie zusätzlich zum Kaufpreis anfallen, vor allem Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls eine Maklerprovision. Die Kosten der Beurkundung und der Eintragungen im Grundbuch trägt nach dem Gesetz der Käufer (§ 448 Abs. 2 BGB).
Auch: Nebenkosten Immobilienkauf, Erwerbsnebenkosten, Kaufnebenkosten NRW
Was bedeutet Kaufnebenkosten genau?
Die wichtigsten Posten:
Grunderwerbsteuer: in NRW 6,5 Prozent des Kaufpreises.Notar: Beurkundung des Kaufvertrags mit einer 2,0-Gebühr (KV Nr. 21100 GNotKG), Vollzug mit 0,5 (KV Nr. 22110), dazu gegebenenfalls Betreuung, Auslagen und Umsatzsteuer.Grundbuch: Eintragung der Auflassungsvormerkung 0,5 (KV Nr. 14150) und des neuen Eigentümers 1,0 (KV Nr. 14110).Finanzierung: Bestellung und Eintragung einer Grundschuld für die Bank, mit eigenen Gebühren bei Notar und Grundbuchamt aus dem Grundschuldbetrag.Maklerprovision: Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern darf ein Verbraucher als Käufer höchstens zur Hälfte belastet werden, wenn der Verkäufer den Makler beauftragt hat (§§ 656c, 656d BGB).
Die Gebühren richten sich nach Tabelle B des GNotKG und damit nach dem Kaufpreis (Anlage 2 GNotKG).
Beispiel aus Köln
Eine Eigentumswohnung in Köln-Ehrenfeld kostet 400.000 Euro (angenommener Kaufpreis). Eine 1,0-Gebühr nach Tabelle B beträgt für diese Wertstufe 785 Euro (GNotKG, Anlage 2). Eigene Rechnung:
Grunderwerbsteuer 6,5 %: 26.000 EuroNotar 2,5 Gebühren: 1.962,50 Euro zzgl. 19 % Umsatzsteuer = 2.335,38 Euro (ohne Auslagen)Grundbuch 1,5 Gebühren: 1.177,50 Euro
Zusammen rund 29.500 Euro, also etwa 7,4 Prozent. Bei einer angenommenen Käuferprovision von 3,57 Prozent inklusive Umsatzsteuer kämen 14.280 Euro hinzu, insgesamt rund 43.800 Euro oder knapp 11 Prozent. Kosten für die Grundschuld sind nicht enthalten.
Was bedeutet das für Eigentümer?
Käufer zahlen die Kaufnebenkosten meist aus Eigenkapital, weil viele Banken sie nicht oder nur zu schlechteren Konditionen mitfinanzieren. Für Verkäufer heißt das: Je höher die Nebenkosten, desto knapper das Budget für den Kaufpreis. Mehr zu Kauf und Finanzierung im Ratgeber Kaufen & Bauen; wie Sie Ihre Immobilie realistisch einpreisen, zeigt die Seite Immobilie verkaufen. Was Ihre Immobilie wert ist, zeigt die Online-Bewertung.
Abgrenzung: Kaufnebenkosten vs. Nebenkosten der Miete
| Kaufnebenkosten | Betriebskosten (Miete) | |
|---|---|---|
| Anlass | einmalig beim Kauf | laufend beim Wohnen |
| Beispiele | Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Makler | Wasser, Müll, Hausreinigung |
| Wer zahlt | Käufer | Mieter bzw. Eigentümer |
Stand Oktober 2026. Diese Erklärung ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.
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FAQ
Häufige Fragen zu
Kaufnebenkosten.
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Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Köln?
Ohne Makler liegen sie in unserer Beispielrechnung bei rund 7 bis 8 Prozent des Kaufpreises, davon 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer in NRW. Mit Käuferprovision kommen mehrere Prozentpunkte hinzu; Kosten für die Grundschuld der Bank sind darin noch nicht enthalten.
Kann man Kaufnebenkosten finanzieren?
Manche Banken finanzieren die Nebenkosten mit, oft aber zu schlechteren Konditionen und nur bei guter Bonität. Üblich ist, dass Käufer sie aus Eigenkapital zahlen. Wie viel Eigenkapital eine Bank verlangt, hängt vom Einzelfall ab.
Wer zahlt Notar und Grundbuch beim Immobilienkauf?
Nach dem Gesetz trägt der Käufer die Kosten der Beurkundung und der Eintragung ins Grundbuch; der Kaufvertrag kann anderes regeln. Die Löschung von Grundschulden, die der Verkäufer nicht übernimmt, trägt in der Regel der Verkäufer.
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