Lexikon · Maklerprovision
Maklerprovision – Definition und Bedeutung beim Immobilienverkauf
Die Maklerprovision ist das Erfolgshonorar für Nachweis oder Vermittlung einer Immobilie. Wer sie zahlt, wann sie fällig wird, was das Gesetz regelt.
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Vor OrtSpiesergasse 20, Köln-Altstadt
Von Erten Dörter · Stand: Oktober 2026 · Lexikon A–Z
Kurzdefinition
Die Maklerprovision, auch Courtage, ist das Honorar, das ein Immobilienmakler für den Nachweis oder die Vermittlung eines Kauf- oder Mietvertrags erhält (§ 652 BGB). Sie wird nur fällig, wenn der Vertrag infolge seiner Tätigkeit tatsächlich zustande kommt. Ihre Höhe ist beim Verkauf gesetzlich nicht festgelegt.
Auch: Maklercourtage, Courtage, Maklerlohn, Käuferprovision
Was bedeutet Maklerprovision genau?
Ausführlich mit Rechenbeispielen: Ratgeber Maklerprovision. Die Provision ist ein Erfolgshonorar. Ohne abgeschlossenen Vertrag gibt es keinen Anspruch, und Aufwendungen werden nur ersetzt, wenn das ausdrücklich vereinbart ist (§ 652 Abs. 2 BGB). Die Höhe wird beim Verkauf frei vereinbart.Für den Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher gelten seit dem 23.12.2020 besondere Regeln:
Textform: Der Maklervertrag braucht mindestens Textform, etwa eine E-Mail (§ 656a BGB).Gleiche Höhe: Lässt sich der Makler von beiden Seiten bezahlen, müssen Käufer und Verkäufer gleich viel zahlen (§ 656c BGB), siehe Provisionsteilung.Weitergabe begrenzt: Hat nur der Verkäufer beauftragt, darf er höchstens die Hälfte auf den Käufer übertragen, und der Käufer muss erst zahlen, wenn der Verkäufer seinen Anteil nachweislich bezahlt hat (§ 656d BGB).
Bei der Vermietung von Wohnungen gilt das Bestellerprinzip.
Beispiel aus Köln
2025 wurden in Köln 1.406 Ein- und Zweifamilienhäuser für zusammen 921,59 Mio. Euro verkauft (Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Köln, S. 17, Lizenz dl-de/zero-2-0). Das ergibt rechnerisch rund 655.000 Euro je Haus (eigene Rechnung: Umsatz geteilt durch Fälle).Angenommen, für ein solches Haus ist eine Provision von 3,57 Prozent inklusive Umsatzsteuer je Seite vereinbart; dieser Satz ist ein frei gewähltes Rechenbeispiel. Verkäufer und Käufer zahlen dann je rund 23.380 Euro (eigene Rechnung).
Was bedeutet das für Eigentümer?
Für Verkäufer ist die Provision ein Kostenfaktor, den sie mit der Leistung vergleichen sollten: Bewertung, Unterlagen, Vermarktung, Besichtigungen, Verhandlung, Notartermin. Was dazugehören kann, zeigt die Seite Vermarktungsleistungen. Verkaufen Sie innerhalb der Spekulationsfrist, mindern Verkaufskosten wie die Provision einen steuerpflichtigen Gewinn. Alle Schritte im Überblick finden Sie unter Immobilie verkaufen.
Abgrenzung: Maklerprovision beim Kauf vs. bei der Miete
| Kauf (Wohnung/Einfamilienhaus, Käufer Verbraucher) | Miete (Wohnraum) | |
|---|---|---|
| Wer zahlt? | beide Seiten gleich oder Verkäufer allein; Weitergabe höchstens zur Hälfte | wer den Makler beauftragt hat, in der Regel der Vermieter |
| Höhe | frei vereinbar | vom Mieter höchstens zwei Monatsmieten plus Umsatzsteuer (§ 3 WoVermRG) |
| Form | Textform (§ 656a BGB) | Textform (§ 2 WoVermRG) |
Stand Oktober 2026. Diese Erklärung ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.
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