Lexikon · Exposé
Exposé – Definition, Inhalt und Pflichtangaben
Das Exposé beschreibt eine Immobilie für Kaufinteressenten. Was hineingehört, welche Pflichtangaben gelten und warum falsche Angaben teuer werden können.
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Vor OrtSpiesergasse 20, Köln-Altstadt
Von Erten Dörter · Stand: Oktober 2026 · Lexikon A–Z
Kurzdefinition
Ein Exposé ist die schriftliche Beschreibung einer Immobilie für Kaufinteressenten, mit Fotos, Grundrissen, Lage, Ausstattung, Zustand und Preis. Seine Angaben können rechtlich zählen: Öffentliche Äußerungen des Verkäufers prägen die Beschaffenheit, die Käufer erwarten dürfen (§ 434 BGB), und Anzeigen müssen Pflichtangaben aus dem Energieausweis enthalten (§ 87 GModG).
Auch: Immobilienexposé, Expose Immobilie, Verkaufsexposé
Was bedeutet Exposé genau?
Das Exposé ist die Visitenkarte der Immobilie. Es dient als Grundlage für Besichtigungen, Finanzierungsanfragen der Käufer und Preisgespräche. Typischer Inhalt:
Eckdaten: Objektart, Baujahr, Wohnfläche, Grundstücksgröße, Zimmer, Kaufpreis.Beschreibung: Lage, Ausstattung, Zustand, Modernisierungen.Bilder und Pläne: Fotos, Grundrisse, Lageplan.Unterlagen: Hinweis auf Energieausweis, Grundbuchauszug, bei Wohnungen Teilungserklärung und Hausgeld.
Liegt ein Energieausweis vor, muss eine Immobilienanzeige in kommerziellen Medien unter anderem die Art des Ausweises, den Energiekennwert, den wesentlichen Energieträger, das Baujahr und bei Wohngebäuden die Effizienzklasse nennen (§ 87 GModG).
Beispiel aus Köln
Eine Eigentümerin verkauft ihr Einfamilienhaus in Köln-Zollstock. Im Exposé steht eine Wohnfläche von 140 Quadratmetern; tatsächlich sind es nach einer Nachmessung 128, weil der ausgebaute Spitzboden mitgezählt wurde (Sachverhalt angenommen).Der Käufer verlässt sich auf die Angabe. Stellt sich der Unterschied nach dem Kauf heraus, kann das als Sachmangel gelten, weil öffentliche Äußerungen die erwartbare Beschaffenheit mitbestimmen. Ein allgemeiner Gewährleistungsausschluss hilft dann nicht immer. Besser: Wohnfläche nach anerkannter Methode berechnen lassen und Besonderheiten wie Dachschrägen offen benennen.
Was bedeutet das für Eigentümer?
Ein gutes Exposé ist ehrlich, vollständig und belegbar. Prüfen Sie Flächen, Baujahr und Modernisierungen anhand von Unterlagen und nennen Sie bekannte Mängel. Schönfärberei kann im Nachhinein teuer werden, bis hin zum Vorwurf der Arglist. Ein realistischer Angebotspreis ist Teil eines guten Exposés; einen ersten Anhaltspunkt gibt die Online-Bewertung. Den Verkaufsablauf finden Sie unter Immobilie verkaufen in Köln.Wie homéa Exposé, Fotos und Vermarktung aufbereitet, zeigt die Seite Vermarktungsleistungen.
Abgrenzung: Exposé vs. Kaufvertrag
| Exposé | notarieller Kaufvertrag | |
|---|---|---|
| Zweck | Information und Werbung | rechtlich bindende Vereinbarung |
| Wirkung | kann die erwartbare Beschaffenheit prägen | legt Beschaffenheit und Rechte verbindlich fest |
| Verfasser | Verkäufer oder Beauftragte | Notar nach Vorgaben der Parteien |
Stand Oktober 2026. Diese Erklärung ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.
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FAQ
Häufige Fragen zu
Exposé.
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Was gehört in ein Immobilien-Exposé?
Eckdaten wie Wohnfläche, Grundstücksgröße, Baujahr und Preis, eine Beschreibung von Lage, Ausstattung und Zustand, aussagekräftige Fotos und Grundrisse sowie die Pflichtangaben aus dem Energieausweis. Bekannte Mängel sollten offen benannt werden.
Haftet der Verkäufer für falsche Angaben im Exposé?
Das kann sein. Öffentliche Äußerungen des Verkäufers bestimmen mit, welche Beschaffenheit der Käufer erwarten darf; falsche Angaben, etwa zur Wohnfläche, können deshalb einen Sachmangel begründen. Ein allgemeiner Gewährleistungsausschluss schützt dann nicht immer.
Welche Energieangaben muss ein Exposé enthalten?
Liegt ein Energieausweis vor, müssen Anzeigen in kommerziellen Medien unter anderem die Art des Ausweises, den Energiekennwert, den wesentlichen Energieträger, das Baujahr und bei Wohngebäuden die Effizienzklasse nennen (§ 87 GModG).
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